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Décollez, c’est la rentrée ! Auf geht´s ins neue Schuljahr!



Je me suis toujours demandé c’est quoi la rentrée ? Tout le monde en parle, année après année à la fin du mois d’août, la télévision surtout, mais pas seulement, les réseaux sociaux, les magasins, l’école bien sûr. Mais elle n’est pas réservé aux écoliers français, la rentrée, toute le monde la fait en début de septembre : même les grévistes ! La rentrée en France est en fait une action collective nationale, c’est une manière de dire voilà les vacances, la douceur de l’été, la belle vie, sont fini, maintenant on passe aux choses sérieuses : la rentrée !
Alors qu’en Allemagne nous n’avons pas une rentrée nationale, chaque Land suit un peu ses traditions. Certains commencent tôt et reprennent tôt, déjà début août, d’autres tard en septembre. Comme la Bavière, ce Land a une tradition agricole et si les enfants reprennent plus tard qu’ailleurs c’est qu’ils étaient censés aider aux travaux de champs.
Mais partout en Allemagne la toute première rentrée à l’école est une grande fête. Les enfants reçoivent des « Schultüten », des cornets remplis de sucreries et de petit matériel scolaire. Les parents, les grands-parents, les frères et sœurs sont tous invités un jour précis à venir à l’école primaire et à en fêter la première rentrée de leur babin. Car la vie devienne sérieuse pour lui, maintenant. C’est un adieu à la belle vie qu’on essaie de rendre le plus agréable possible.
Alors que chez nous en France les parents déposent leurs enfants tous le même jour à l’école primaire. Ils disent bonjour à la maitresse et hop ils s’en vont dans leur propre vie, c’est la rentrée pour tout le monde, hein !
Ainsi c’est comme si en Allemagne on fait une grande fête et l’individu doit s’accommoder que la belle vie est désormais définitivement fini, les choses deviennent sérieuses. Tandis qu’en France on fait son adieu à la beauté de l’été chaque année, on meurt par des petits pas comme on dit.
Et moi, je n’ai pas de préférences à vrai dire. En tout cas, j’aime la grande fête, mais aussi l’idée que chaque année on vit une période hors norme et on fait après notre rentrée pour, voilà, revenir à la vie sérieuse !

Ich habe mich schon oft gefragt, was es genau mit dem Anfang, dem "rentrée" nach der Sommerpause in Frankreich auf sich hat. Das ganze Land redet Ende August nur davon: Der Neuanfang ist Thema und macht Programm, im Fernsehen, den sozialen Medien, und natürlich in der Schule. Nur gehört dieser Neuanfang nicht nur den französischen Schülern. Alle sind daran beteiligt, sogar der Streik macht seinen eigenen rentrée im September! Der Schulanfang in Frankreich ist eine Art kollektive Handlung einer gesamten Nation. Es ist eine Form, sich vom Sommer, seiner Wärme und Schönheit, endgültig zu verabschieden und sich dem Ernst des Lebens zuzuwenden: "la rentrée" !
 
Dagegen haben wir in Deutschland keinen nationalen Schulanfang. Jedes Bundesland folgt seinen eigenen Traditionen oder einfach dem Schulkalender. Einige gehen früher als andere in die Ferien und müssen dafür schon Anfang August wieder in die Schule gehen. Andere wiederrum haben bis in den September hinein Ferien. So wie in Bayern. Das Bundesland hängt an seiner landwirtschaftlichen Tradition und so fangen die Kinder heute später als woanders die Schule an, weil sie zu früheren Zeiten auf den Feldern helfen mussten.


Aber überall in Deutschland ist der allererste Schultag für Schulanfänger ein großes Fest. Die Kinder bekommen ihre Schultüten und die ganze Familie ist eingeladen, diesen großen ersten Tag in der Schule zu feiern. Denn der Ernst des Lebens beginnt jetzt für das I-Männchen. Es ist ein Fest des Abschieds vom unbeschwerten Leben, den wir mithilfe eines großen Festes versuchen angenehmer zu machen.


In Frankreich dagegen gestaltet sich der erste Schultag in der Grundschule nicht so aufregend: Die Eltern laden einfach ihre Kinder ab, begrüßen kurz die Lehrerin und verschwinden in ihrem eigenen Berufsleben. Denn es ist immerhin der Anfang für alle: Die ganze Nation gibt jetzt das unbeschwerte Leben des Sommers auf.


Während wir in Deutschland einen großen, individuellen Abschied zelebrieren, der dem Individuum deutlich macht, dass nun ein neuer, ernsterer Lebensabschnitt beginnt, feiert man in Frankreich jedes Jahr, wenn die große Sommerpause vorbei ist: "Wir sterben in kleinen Schritten".




Und ich? Was gefällt mir besser? Auf jeden Fall mag ich das große Fest, aber auch die Idee, jedes Jahr eine Auszeit von mehreren Monaten zu leben und dann die Rückkehr ins wirkliche Leben zu feiern, gefällt mir. Auf jeden Fall, ist jetzt gerade der Schulanfang vorbei und Zeit für uns Alle sich dem Ernst des Lebens wieder zuzuwenden! Los geht´s!

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